Es weihnachtet sehr
Alle Jahre wieder begegnen sie uns – die „typischen“ Weihnachtsfä(e)lle. Damit nicht auch Sie und Ihr Tier so ein Fall werden, haben wir das Wichtigste kurz zusammengefasst:
Für uns lecker, für Ihren Hund giftig:
- Rosinen
- Weintrauben
- Schokolade
Backen Sie Ihrem Liebling doch ein paar leckere Hundekekse! Dann strahlen die Hundeaugen zu Weihnachten mindestens genauso sehr wie Ihre. 😉 Leckere Rezepte finden Sie im Internet.
Der (vermutlich) wahre Grund, weshalb früher die Weihnachtsbäume von der Decke hingen: Katzen und Deko…
- Manche Katzen stehen auf Glitzer und Glamour. Lametta gehört an den Baum und eindeutig nicht in den Katzenbauch. Besonders heikel wird die Sache bei den Restbeständen der bleihaltigen Glitzerfäden, die zu Vergiftungen führen können. Auch Geschenkband führt zu gefährlichen Darmverschlüssen, die als Notfall regelmäßig bei uns auf dem OP-Tisch landen. Alles, was nach Faden aussieht, sollte daher zügig außer Katzenreichweite gebracht werden! Die Katze, die mit dem Wollknäuel spielt, ist nur in Büchern eine gute Idee. Lametta am Besten nur weit oben oder gar nicht verwenden, um gar nicht erst Begierden zu wecken. Oder Sie befolgen obige Idee und hängen den Baum an die Decke. (Natürlich gemeint mit einem Augenzwinkern 😉 )
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und all Ihren Liebsten von Herzen frohe, besinnliche und gesegnete Weihnachten!
Machen Sie es sich gemütlich und genießen Sie die Advents- und Weihnachtszeit.
Was, schon wieder Silvester?
…Das war doch erst letztes Jahr!
Silvester kommt alle Jahre wieder sehr überraschend für viele von uns. Für unsere Fellnasen sind es anstrengende Tage, der reinste Ausnahmezustand. Vor allem für die Vierbeiner, die wegen der ganzen Knallerei völlig die Nerven verlieren. Doch was hilft? Und vor allem:
Wann sollte man schon an den Jahreswechsel denken?
Das Nervenkostüm kann sehr unterschiedlich gestaltet sein. Manch ein Hund verschläft die aufregende Zeit einfach, als wäre es das Natürlichste von der Welt, dass es am laufenden Band kracht. Andere blicken ängstlich in die Runde, verkriechen sich in ihr Körbchen und erholen sich recht rasch von dem Schrecken. Und dann gibt es noch die Panischen. Die völlig die Nerven verlieren. Und das nicht nur für ein paar Minuten, sondern über Stunden. Hecheln, Rennen, Verstecken, Bellen,… Das volle Programm.
Was also tun?
Natürlich wäre eine ganzjährige Hyposensibilisierung bezüglich solcher Geräusche das Beste. Ähnlich wie bei einer Allergietherapie wird mit Hilfe von Aufnahmen, die zunächst nur leise im Hintergrund abgespielt und dann schrittweise im Rahmen der individuellen Toleranz gesteigert werden, eine zunehmende Gleichgültigkeit dagegen angestrebt. Doch das lässt sich nicht am 30.12. starten. Vielleicht ist das ja Ihr optimaler guter Vorsatz fürs neue Jahr?
Prinzipiell sollten Sie versuchen Ihrem Tier so viel Sicherheit wie möglich in dieser besonderen Zeit zu geben. Verlegen Sie Ihre Gassirunde an noch ruhigere Tageszeiten und meiden Sie, wenn möglich, stark frequentierte Plätze.
Lassen Sie Ihre Katze im Haus.
Für die Hunde der Kategorie 2 (ängstlich, aber nicht panisch) stehen pflanzliche oder natürliche Präparate zur Verfügung. Wichtig bei diesen Helferlein ist, dass sie frühzeitig, meist 1,5 bis 1 Woche vor Silvester begonnen werden müssen, um einen ausreichend hohen Wirkspiegel zu erreichen.
Auch „Thundershirts„, enganliegende Bodys, die den Hunden Halt und Sicherheit vermitteln sollen, sind eine Möglichkeit.
Für Hunde der Kategorie 3 (panisch, nicht ansprechbar) gibt es speziell für diese Indikation zugelassene Medikamente.
Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne!
Zu guter Letzt:
Darauf trinken wir einen! Der gute alte Eierlikör… Daran scheiden sich wohl die Geister. Wie bei vielem gilt wohl auch hier:
Die Menge macht’s, dass es kein Gift ist. (nach Paracelsus)
Alkohol ist auch für Tiere giftig. Es finden sich jedoch auch dafür Dosierungstabellen je nach Größe des Hundes, wie viel von dem süßen Likör Ihrem Hund eine rosa Brille zaubern soll:
Silvester 2024: Der Eierlikör-Eklat!* Der Eierlikör-Krieg!**
Wir wünschen Ihnen einen guten Rutsch und ein erfolgreiches und gutes neues Jahr!
Wir sehen Sie und Ihr Tier hoffentlich froh und munter 2026 wieder bei uns in der Praxis.
Ihr Team der Tierarztpraxis Heiko Petzold
